Heute am Peter-Weiss-Platz, in Hellersdorf, am Nachmittag Oh Mama, mir ist es warm; sagte ein kleine Mädchen. Es war der erste schöne Frühlingstag in diesem Jahr. Dieser Winter war recht lange und heftig. Auf der Bank saß ein älterer Herr und trank bedächtig alle 5 Minuten einen Schluck Bier aus der Flasche. Autos schlichen gemütlich um den Platz. Ein Radfahrer raste quer darüber, klatschnass von der Anstrengung. Ein junges Liebespaar, Hand in Hand, blieb vor dem Naumburger Ring stehen und küsste sich. Ich wartete, dass mein Telefon klingelte. Ein Postauto fuhr vorbei. Ich hätte auch …; überlegte ich. Dann klingelte wie auf Bestellung mein Handy. Sie war dran, sie hatte zurückgerufen. Vorhin hatte sie keine Zeit, ihr Chef war im Zimmer, das konnte man hören. Wir verabredeten uns. Mein Herz pochte. Was liest du gerade? fragte ich sie. Abschied von meinen Eltern; sagte sie. Ich musste schmunzeln. Schlagfertig war sie auch noch. Mit uns könnte es vielleicht etwas werden; dachte ich. Große Kunst ist immer klassenlos, weil sie sich an alle richtet, die aufnahmefähig sind; sagte ich - das ist ein Zitat von Peter Weiss und steht hinter mir an einem Haus und auf einem Platz, der seinen Namen trägt und wo wir uns gleich treffen werden. Ich freue mich darauf. Ich freue mich auch; sagte sie. To. Pr.
Vielleicht demnächst eine Liebesgeschichte